29. Juni 2013

Fida Blogtour - Interview




 So, heute macht meine erste Blogtour bei mir halt und ich freue mich sehr dabei sein zu dürfen. 
Neben mir gibt es heute noch drei weitere Blogs, die die Protagonisten interviewt haben.
(Ganz am Ende findet ihr die Adressen)

Auf meiner Seite findet ihr das etwas andere Interview vor aber lasst euch gerne überraschen :-D




Liebe Sonja,
meistens läuft es ja andersrum: Blogger interviewen Autoren. Heute bedanke ich mich bei Dir dafür, dass ich den Spieß einmal umdrehen darf. Du liest ja gern und viel und berichtest darüber auch in Deiner Facebook-Gruppe „Bücher-Spürnasen“. So entging mir natürlich nicht, dass Du Fida gelesen und weiterempfohlen hast. Rückblickend, was blieb Dir von Fida besonders im Gedächtnis und ist das erste, woran du denkst, wenn Du Dir die Geschichte noch mal in Erinnerung rufst?

Sonja:Das ist ganz leicht zu beantworten. In diesem Buch gibt es eine ganz gewisse Stelle, die mich regelrecht geschockt hat und mir immer noch genau im Gedächtnis ist.

Stefanie:Ich springe in Fida ja nicht gerade sanft mit meinen Figuren um und mache mir einen regelrechten Spaß daraus, auch meine Leser an ihre emotionalen Grenzen zu bringen. Hattest Du Momente, in denen Du überlegt hast, nicht weiterzulesen? Und wenn ja, weshalb hast Du es trotzdem getan?

Sonja:Ja, die Momente hatte ich auf jeden Fall, weil ich sehr mit Laura mitgelitten habe und es ging mir sicher auch mal durch den Kopf das Buch zur Seite zu legen ABER ich muss zugeben, es war einfach zu gut geschrieben. Ich konnte Laura nicht einfach verlassen, ohne zu wissen, was aus ihr werden wird. Du hast mich ganz schon gefesselt :-)

Stefanie:Wen Du am meisten verabscheut hast, brauche ich gar nicht erst fragen. Aber gab es eine Figur, der Deine Sympathie besonders galt, oder mit der Du am meisten mitfühlen konntest?

Sonja:Das kann ich auch nur mit Laura beantworten. Mit Laura habe ich im Verlauf der Geschichte sehr mitgelitten und ich habe ihre angst förmlich spüren können.

Stefanie:Mit welchen Erwartungen bist Du an das Buch gegangen?

Sonja:Mit den Erwartungen wieder ein sehr sehr spannendes Buch von dir zu lesen. Und ich kann allen zukünftigen Lesern versichern: ich wurde nicht enttäuscht! :-) 

Stefanie:Fida war für mich ein gewagtes Experiment, weil es dem Leser zwar eine ganze Bandbreite an Emotionen bietet, allerdings nicht die schönen, wie Liebe, Glück oder Freude. Ich höre oft, Fida würde „noch lange nachhallen“ und „ganz schön unter die Haut gehen“.  Man braucht wohl einen Moment, um das Buch richtig sacken zu lassen. Worin liegt für Dich als Leserin der Reiz, wenn Du Dich auf eine so düstere Reise mitnehmen lässt?

Sonja: Ja, wo liegt der Reiz für mich. Ich denke es ist an sich diese Geschichte, zu erfahren was dahinter steckt und welche Hintergründe sich dahinter verbergen. Und vielleicht gibt es ja doch noch das ein oder andere positive Gefühl...

Stefanie:Hoffnung – die Hoffnung des mitfiebernden Lesers - ist für mich ein Werkzeug, das ich benutzt habe, um die wohl böseste Wendung des Buches zu verschleiern. Nimmst Du mir übel, wie ich da mit Dir gespielt habe, oder macht gerade auch das konsequente, knallharte Ende das Buch für Dich zu etwas Besonderem?

Sonja: Das macht es für mich auf jeden Fall zu etwas ganz Besonderem. Ich habe schon einige Thriller in meinem Leben gelesen aber "Fida" lässt mich bis heute nicht ganz los. Denn ist es genau wie du selbst schreibst: Meine Hoffnung überschattete die wohl böseste Wendung, die ich seit langem gelesen habe.

Stefanie:Waren die Figuren für Dich glaubhaft und nachvollziehbar? Oder gab es Punkte, an denen Du völlig anders reagiert hättest, als die Protagonisten?

Sonja: Ich denke, dass es sehr schwierig ist, sich wirklich in diese Rolle hinein zu versetzen, ohne je so etwas erlebt haben zu müssen. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass diese Erzählung für mich glaubhaft und nachvollziehbar geschrieben worden ist. Auch wenn es es mir teilweise eine Gänsehaut bereitete...

Stefanie:Manche fragen sich nach der Lektüre von Fida, was für ein Mensch wohl so etwas schreibt. Du hattest inzwischen die Gelegenheit, mich ein wenig kennenzulernen. Bin ich so furchterregend, wie man glauben könnte?
Sonja: Da ich dich ja bereits schon von deinem ersten Debüt Roman "Eiskalte Berechnung" kannte, konnte ich mir einen Teil schon dazu denken. Wobei ich mich nicht davon freiversprechen kann beim Lesen der Zeilen nicht auch gedacht zu haben, woher solch eine Fantasie entspringt.  Aber bei genauer Betrachtung sind wir doch fast jeden Tag von grausigen Taten auf der ganzen Welt umgeben.

Stefanie:Gibt es noch etwas, was Du über das Buch sagen möchtest, abschließend?
Sonja: Lasst euch von einem Thriller, wie "Fida" Gänsehaut bereiten  und euch von einer Geschichte gefangen nehmen, die ihr sicher nicht mehr so schnell vergessen werdet. :-)

Stefanie:Vielen Dank für das tolle Interview und das Bereitstellen Deines Blogs für meine Tour.

Schaut doch auch auf die anderen drei Blogs, die heute die Interviews mit den Protagonisten vorstellen :-)


27. Juni 2013

Interview Michaela Grünig

Da mir das Buch "Wie ich Brad Pitt entführte" (Klick zur Rezi) so gut gefallen hat, habe ich doch bei der lieben Michaela um ein Interview gebeten.
Und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:-)

Noch mal vielen lieben Dank an die Autorin :-)

Interwiew


-Wie bist du zum Schreiben gekommen?!-
 

Übers Lesen. Ich habe schon als ganz kleines Mädchen alle Leute in meinem Umfeld angebettelt, mir vorzulesen. Später, als ich endlich selber lesen konnte, gab´s mich nur noch im Doppelpack mit meinem jeweils aktuellen Lieblingsbuch. Als Achtjährige sollte ich dann einen Schulaufsatz mit dem Thema « Der schlimmste Tag in meinem Leben » schreiben. Da mir partout nichts Schlimmes einfallen wollte, dachte ich mir eine gruselige Geschichte aus, in der ein böses Kindermädchen mich in einen dunklen Keller sperrt. Doch bei der eigentlich dramatisch gemeinten Zeile « Sollte dies mein Grab sein? » brach meine testlesende Familie in hysterisches Gelächter aus und das hat mich motiviert, es mal mit einer Komödie zu versuchen. Seither schreibe ich. Mal mehr, mal weniger. Als ich nach der Geburt meiner Tochter etwas mehr freie Zeit hatte, habe ich mich bei einer online Schreibschule eingeschrieben und 2 Jahre lang gelernt wie man Drehbücher konzipiert. In der Zeit habe ich vier DBs fabriziert. Doch der Filmmarkt ist leider noch härter als der Buchmarkt und irgendwann hat mir ein freundlicher Produzent geraten, meine DBs zu Romanen umzuschreiben.  „Wie ich Brad Pitt entführte“ ist das Ergebnis.

-Worum geht es genau in deinem aktuellen Debüt "Wie ich Brad Pitt entführte"?!-

Es geht um eine leicht durchgeknallte Dreißigjährige namens Vicki Leenders.  Nach dem abrupten Ende ihrer letzten Beziehung, braucht sie dringend eine neue Aufgabe und so beschließt sie, den Traummann, den sie eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt, und der angeblich unter schwersten Alkoholproblemen leidet, zu retten. Zu diesem Zweck entführt sie ihn, kettet ihn ans Bett und will den Entzug mit ihm gemeinsam durchstehen. Aber da strategisches Planen prinzipiell nicht so zu ihren Stärken gehört… kommt es eben leider doch ein kleines bisschen anders: Erstens entpuppt sich das „Entführungsopfer“, der Schauspieler Tom Schneider, als kategorisch unkooperativ und so ganz und gar nicht als der noble Charakter, den er in Vickis Lieblingsserie “Südstadt” verkörpert. Und zweitens durchsucht der Kriminalkommissar Max Benninger gerade Vickis  Wohnung und steht leider bereits genau vor der Badezimmertür, hinter der sie Tom mit vorgehaltener Pistole am Handtuchwärmer festgezurrt hat…

-Wann und wie entstand die Idee zu diesem Roman?!-
 

Vor ca. sechs Jahren habe ich eine Wiederholung von Stephen Kings „Misery“ im Fernsehen gesehen. In diesem gruseligen Streifen, „rettet“ Kathy Bates einen berühmten Schriftsteller, der von James Caan verkörpert wird, nach einem Autounfall. Doch anstatt ihn ins Krankenhaus zu bringen, hält sie ihn gefangen… ein wahrer Alptraum. Damals habe ich - mit einem Schmunzeln - gedacht: Mann! Was eine Frau heutzutage alles anstellen muss, um einen Kerl abzukriegen! Und ich hielt es für möglich, dass der Stoff auch als Komödie Potenzial hat…

-Was macht die Protagonistin Vicky in deinen Augen aus?-
 

Sie ist noch auf der Suche. Nach sich selbst. Nach dem Sinn des Lebens. Und sie ist das leicht neurotische Opfer ihrer außergewöhnlichen Kindheit. Aber sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und nimmt sich selbst nicht so bitterernst.

-Wenn du deinen Roman, in nur drei Worten beschreiben solltest. Welche wären das?-
 

Turbulent, selbstironisch, (hoffentlich) unterhaltsam!

-Was möchtest du deinen Lesern zum Schluss noch mitteilen?-
 

„Wie ich Brad Pitt entführte“ ist eine Komödie, die keinen Anspruch darauf erhebt, besonders realitätsnah oder intellektuell zu sein. Ich wollte nur die Welt um ein lustiges Gute-Laune-Buch reicher machen. Wenn auch nur ein(e) Leser(in), diesen Roman aus der Hand legt, und sagen kann, dass er/sie ein paar schöne, unterhaltsame Stunden damit hatte, dann ist mein Ziel erreicht! :-)!


Wie ich Brad Pitt entführte - Michaela Grünig






Titel: Wie ich Brad Pitt entführte
Autor: Michaela Grünig
Ebook
300 Seiten
Preis: 4,99€
Verlag: Droemer-Knaur


Klappentext:
Vicky Leenders, die verwöhnte und etwas naive Tochter eines reichen und einflussreichen Kölner Geschäftsmannes, verliebt sich in Tom Schneider, dem Star einer TV Soap-Opera, die in der Kölner Südstadt spielt. Da für sie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität nicht immer eindeutig verlaufen, hält sie das Alkoholproblem, mit dem Tom sich laut der Regenbogenpresse herumschlägt, für echt, und entführt ihn kurzerhand, um ihn zum Entzug zu zwingen. Über ihre Abenteuer bei dieser Entführung schreibt sie in einem Blog.

Natürlich bleibt diese Entführung nicht unbemerkt, sie ruft die Polizei und einen Reporter des lokalen Boulevardblatts auf den Plan…

Meine Meinung:
Jetzt gerade zur Sommerzeit (wobei dieser ja noch auf sich warten lässt) lese ich gerne leichte und lockere Lektüre, die mir den Abend versüßt.
Und mit Martina Grünigs Buch "Wie ich Brad Pitt entführte" habe ich genau die richtige Wahl für einen unterhaltsamen Abend getroffen. :-)

Die Geschichte unterteilt sich in drei Parallelen, die alle nebeneinander erzählt werden und mir ganz am Anfang mit der Zuordnung Probleme bereithaben. Das hat sich aber im Laufe der Geschichte schnell gelegt und ich konnte allen drei Wegen und den Protagonisten, die unweigerlich im Verlauf zusammenstoßen sehr gut folgen.
Die Charaktere sind hauptsächlich sehr überdreht dargestellt, was ich keinesfalls schlecht finde. Vicky als einer der Hauptcharaktere ist so schön erfrischend und flippig dargestellt, dass ich ihr sehr gerne in der Erzählung gefolgt bin und ich über die eine oder andere Missetat herzlich lachen musste.
Auch ihre beste Freundin Linda sollte man definitiv nicht unterschätzen. Denn sie hat es im Gegensatz zu Vicky auf eine ganz andere Art und Weise faustdick hinter den Ohren. Und wer dachte, es geht nicht noch verrückter, ist ihr noch nicht begegnet... :-)

Überhaupt ist der ganze Schreibstil sehr locker gewählt worden und passt sich sehr gut dem ganzen Szenario an. Nichts kam mir zu langatmig vor oder hat mich gar gelangweilt beim Lesen der Zeilen. Mir gefällt hier diese Mischung aus Spannung, den emotionalen Hoch und Tiefflügen und den lustigen Szenen, bei denen ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Auch den Schluss finde ich, für solch eine lockere Unterhaltung passend gewählt. Wobei ich sicher gerne mehr von den verrückten "Hühnern" gelesen hätte.

Mein Fazit:
Für einen abwechslungsreichen und besonders lustigen Abend, der einem sicherlich das ein oder andere grinsen beschert, kann ich dieses Buch nur empfehlen. 
Wer Frauenliteratur gerne liest, sollte an dieser Erzählung nicht vorbei gehen. :-)




Wer gerne noch mehr über Michaela erfahren möchte, kann sich hier gerne das Interview anschauen :-)
KLICK



Von mir gibt es: 5 von 5 Pfoten

Ich danke der Autorin für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Bild (c)  Droemer-Knaur
Icon Paw (c) The IconBlock Ltd. Quelle 

24. Juni 2013

Raschen-Einmal Hölle und zurück - Michaela B. Wahl







 
Titel: Raschen-Einmal Hölle und zurück
Autor: Michaela B. Wahl
Ebook
300 Seiten
Preis: 4,99€
Verlag: Droemer-Knaur




Inhalt:
Rashen ist ein Dämon, besser gesagt ein Oishine, seit er bei einem der Dämonenfürsten in Ungnade gefallen ist.
So ist er nicht mehr der große „Seelenstehler“, sondern ist zu einem kleinen „Wunschdämon“ degradiert worden, der an jeder Person, die ihn bannt 22 Tage und 22 Stunden gefesselt ist.
Zu seinem Entsetzen landet er als nächstes bei einer jungen Frau. Claire, die es faustdick hinter den Ohren hat und sich so schnell nichts vorschreiben lässt. Zu allem Übel strippt sie auch noch und Rashen muss ihr für die Zeit auf Schritt und Tritt folgen…

Meine Meinung:
Ich finde, das Cover sagt schon aus, dass es ein durchaus herrlich humorvolles Buch ist, welches sich im Fantasy Bereich ansiedelt.
Wobei dies hier keine typische Dämon/ Vampirgeschichte ist (wovon wir alle als Leser schon genug gelesen haben), sondern ein schrilles Sammelsurium an erzeugten Gefühlen.
Denn hier steht ganz klar, der Humor im Vordergrund, gespickt mit einem ganz kleinen Hauch Romantik und einem größeren erotischen Teil. Und natürlich darf auch hier im Verlauf die Spannung nicht fehlen, denn Rashen hat natürlich auch eine Aufgabe zu erledigen, die nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Im Buch gefallen mir hier besonders auch die kurzen Kapitel und der knackige Erzählstil. Am Anfang empfand ich das Geschriebene teilweise etwas „herb“ aber im Laufe des Buches merkt man doch, wie gut es zu dieser ganzen Geschichte passt. Es ist eben kein seichter Liebesroman, der nur dahin plätschert, sondern der beständig an Fahrt aufnimmt.

Gut umgesetzt sind natürlich auch die Protagonisten. Allen voran Rashen und natürlich Claire. Claire die so verwegen scheint und innerhalb des Buches immer weiter hinter ihre Fassade blicken lässt. Und da beide so unterschiedlich wie Tag und Nacht sind und nur jeder seinen Vorteil aus dem anderen ziehen möchte. Gibt es natürlich auch öfters Zankereien und Auseinandersetzungen, die in herrlichen Dialogen verpackt sind und ich mir oft ein Lachen nicht verkneifen konnte.

Mein Fazit:
Dies ist definitiv ein lesenswertes Buch: Humor, Spannung, Erotik und eine Prise Romantik machen hier eine gute Mischung aus, die mich sehr gut unterhalten hat und ich sehr gerne noch mehr über die zwei „Streithähne“ gelesen hätte. :-)

Vielleicht ja beim Nächsten Mal… :-)




Von mir gibt es: 5 von 5 Pfoten

Ich danke der Autorin für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Bild (c)  Droemer-Knaur
Icon Paw (c) The IconBlock Ltd. Quelle