5. Juni 2013

Gläsern - Rona Walter









Titel: Gläsern
Autor: Rona Walter
Taschenbuch, Ebook
328 Seiten
ISBN: 978-3-943408-11-9
Preis: 14,95€/4,99€



Klappentext:
Während eines langen Winters verschwindet Grafentochter Eirwyn durch den verwilderten Wald. Als daraufhin Graf Hektor vor Gram dem Siechtum verfällt, befiehlt seine Frau, Lady Amaranth, die Suche nach ihr. So soll der Graf seine Gesundheit zurückerlangen. Außerdem plant die Lady den ewigen Kampf mit ihrer schönen Tochter zu beenden – mit welchen Mitteln auch immer …
Der devote Diener Frederick macht sich für sie auf, um die Tochter zurückzubringen, bevorzugt tot als lebendig. Ihm sollen zudem der Kopfgeldjäger und Brautfänger Lord Sandford mit dem nachtblauen Bart zur Seite stehen, sowie die Rabenbotin Jezabel. Die Reise führt sie durch düster-groteske Gefilde, in denen verwunschene Wälder keinesfalls nur bezaubernd sind. Dort treffen sie auf einen alten Bekannten, den Jäger, und der ist alles andere als ein simples Märchenklischee …
Bald schon merkt Frederick, dass er nicht jedem bedingungslos trauen kann, dass Freundschaft allein oftmals nicht ausreicht und man lange gehütete Geheimnisse nicht einfach ruhen lassen kann.
Und dann fällt auch noch eine sorgfältig zur Schau gestellte Maske …

Meine Meinung:
Ja, der Titel „Gläsern“ und die dazu angebotene Inhaltsangabe, haben mir nicht recht Auskunft gegeben, was mich nun erwarten wird. Aber da ich sehr neugierig war, musste ich dieser Geschichte eine Chance geben und ich kann nach dem Lesen sagen, dass ich keine einzige Zeile bereue  gelesen zu haben.

Ich finde es recht schwierig, diese Erzählung genau einzuordnen. Es ist eine Mischung aus Fantasy und mysteriösen Vorkommnissen, die mit Märchenhaften Elementen bestückt ist. 
Ein Gruselmärchen, würde es wohl am ehesten treffen.

Die Geschichte wird aus der Sicht des älteren Valets Frederick erzählt, der bereits lange als Diener auf Amaranth Manor im tiefsten Schottland lebt und seiner Hausherrin innige Treue schwört.
Der Schreibstil ist von Anfang sehr flüssig, auch wenn ich einige Zeilen gebraucht habe, um richtig in die Geschichte hinein zu finden. Die Sprache ist teilweise der alten Zeit angepasst und manches musste war mir gänzlich unbekannt, was den Lesefluss aber keinesfalls beeinträchtigt hat.

Als Erzähler, ist Frederick, in diesem Buch ein ungewöhnlicher Charakter und bis zum Ende habe ich sehr mit mir gerungen, wie ich ihn einschätzen sollte. Das machte aber gerade auch den Reiz des Protagonisten aus, weil er von eine Situation in die nächste stolperte und oft nicht ein oder aus wusste. Menschen, die er angeblich so lange kennt und vertraue, sind plötzlich so anders, so voller Hass, als er je erwartete. Und wer weiss dann schon, was er noch glauben soll?! Frederick tat sich in diesem Buch auf jeden Fall mit seinen Gefühlen schwer und ich habe ihm im Laufe der Geschichte habe ich stetig einen besseren Draht zu ihm entwickelt.

Der Text hatte eine gewisse Sogwirkung auf mich, weil ich in jeder Zeile die Lösung des Rätsels erwartet hatte. Aber die Autorin treibt die Geschichte mit immer wieder neuen Geschehnissen so an, dass ich es einfach nicht beiseitelegen konnte und gefesselt den Zeilen gelauscht habe. Und immer wieder habe ich mich gefragt, wer ist denn nun der Gute und der Böse?! Die Frage hat mich tatsächlich bis auf die letze Seite des Buches begleitet und durchlebt eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte.
Eine Wende, die sicherlich, nicht bedrückender  hätte sein können…

Und mehr verrate ich auch nicht…:-) Absolut Lesenswert!

Mein Fazit:
Fantasie Liebhabern und Märchenfans kann ich dieses Buch wirklich ans Herz legen. 
Ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Zeile gefesselt hat und mich schlussendlich nachdenklich zurück gelassen hat…
Ein Buch,  über Märchen und Freundschaften, das auch hier wieder zeigt, dass wir den Menschen doch nur vor den Kopf schauen können.




Von mir gibt es: 5 von 5 Pfoten

Ich danke dem Luzifer-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Bild und Klappentext (c) Luzifer-Verlag  Quelle
Icon Paw (c) The IconBlock Ltd. Quelle

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