27. Juni 2013

Interview Michaela Grünig

Da mir das Buch "Wie ich Brad Pitt entführte" (Klick zur Rezi) so gut gefallen hat, habe ich doch bei der lieben Michaela um ein Interview gebeten.
Und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:-)

Noch mal vielen lieben Dank an die Autorin :-)

Interwiew


-Wie bist du zum Schreiben gekommen?!-
 

Übers Lesen. Ich habe schon als ganz kleines Mädchen alle Leute in meinem Umfeld angebettelt, mir vorzulesen. Später, als ich endlich selber lesen konnte, gab´s mich nur noch im Doppelpack mit meinem jeweils aktuellen Lieblingsbuch. Als Achtjährige sollte ich dann einen Schulaufsatz mit dem Thema « Der schlimmste Tag in meinem Leben » schreiben. Da mir partout nichts Schlimmes einfallen wollte, dachte ich mir eine gruselige Geschichte aus, in der ein böses Kindermädchen mich in einen dunklen Keller sperrt. Doch bei der eigentlich dramatisch gemeinten Zeile « Sollte dies mein Grab sein? » brach meine testlesende Familie in hysterisches Gelächter aus und das hat mich motiviert, es mal mit einer Komödie zu versuchen. Seither schreibe ich. Mal mehr, mal weniger. Als ich nach der Geburt meiner Tochter etwas mehr freie Zeit hatte, habe ich mich bei einer online Schreibschule eingeschrieben und 2 Jahre lang gelernt wie man Drehbücher konzipiert. In der Zeit habe ich vier DBs fabriziert. Doch der Filmmarkt ist leider noch härter als der Buchmarkt und irgendwann hat mir ein freundlicher Produzent geraten, meine DBs zu Romanen umzuschreiben.  „Wie ich Brad Pitt entführte“ ist das Ergebnis.

-Worum geht es genau in deinem aktuellen Debüt "Wie ich Brad Pitt entführte"?!-

Es geht um eine leicht durchgeknallte Dreißigjährige namens Vicki Leenders.  Nach dem abrupten Ende ihrer letzten Beziehung, braucht sie dringend eine neue Aufgabe und so beschließt sie, den Traummann, den sie eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt, und der angeblich unter schwersten Alkoholproblemen leidet, zu retten. Zu diesem Zweck entführt sie ihn, kettet ihn ans Bett und will den Entzug mit ihm gemeinsam durchstehen. Aber da strategisches Planen prinzipiell nicht so zu ihren Stärken gehört… kommt es eben leider doch ein kleines bisschen anders: Erstens entpuppt sich das „Entführungsopfer“, der Schauspieler Tom Schneider, als kategorisch unkooperativ und so ganz und gar nicht als der noble Charakter, den er in Vickis Lieblingsserie “Südstadt” verkörpert. Und zweitens durchsucht der Kriminalkommissar Max Benninger gerade Vickis  Wohnung und steht leider bereits genau vor der Badezimmertür, hinter der sie Tom mit vorgehaltener Pistole am Handtuchwärmer festgezurrt hat…

-Wann und wie entstand die Idee zu diesem Roman?!-
 

Vor ca. sechs Jahren habe ich eine Wiederholung von Stephen Kings „Misery“ im Fernsehen gesehen. In diesem gruseligen Streifen, „rettet“ Kathy Bates einen berühmten Schriftsteller, der von James Caan verkörpert wird, nach einem Autounfall. Doch anstatt ihn ins Krankenhaus zu bringen, hält sie ihn gefangen… ein wahrer Alptraum. Damals habe ich - mit einem Schmunzeln - gedacht: Mann! Was eine Frau heutzutage alles anstellen muss, um einen Kerl abzukriegen! Und ich hielt es für möglich, dass der Stoff auch als Komödie Potenzial hat…

-Was macht die Protagonistin Vicky in deinen Augen aus?-
 

Sie ist noch auf der Suche. Nach sich selbst. Nach dem Sinn des Lebens. Und sie ist das leicht neurotische Opfer ihrer außergewöhnlichen Kindheit. Aber sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und nimmt sich selbst nicht so bitterernst.

-Wenn du deinen Roman, in nur drei Worten beschreiben solltest. Welche wären das?-
 

Turbulent, selbstironisch, (hoffentlich) unterhaltsam!

-Was möchtest du deinen Lesern zum Schluss noch mitteilen?-
 

„Wie ich Brad Pitt entführte“ ist eine Komödie, die keinen Anspruch darauf erhebt, besonders realitätsnah oder intellektuell zu sein. Ich wollte nur die Welt um ein lustiges Gute-Laune-Buch reicher machen. Wenn auch nur ein(e) Leser(in), diesen Roman aus der Hand legt, und sagen kann, dass er/sie ein paar schöne, unterhaltsame Stunden damit hatte, dann ist mein Ziel erreicht! :-)!


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