25. Juli 2013

Der Tod kann mich nicht mehr überraschen - Heike Vullriede






Titel: Der Tod kann mich nicht mehr überraschen
Autor: Heike Vullriede
Taschenbuch/Ebook
230 Seiten
ISBN: 3943408078
Preis: 14,50€/3,99€
Verlag: Luzifer-Verlag



Klappentext:
Marvin liegt in sündhaft heißem Badewasser und übt das Sterben, indem er einfach den Atem anhält. Doch während er längst wie ein bleiches Sirenenopfer dahintreiben könnte, rekeln sich Frau und Tochter im Wohnzimmer auf dem Sofa. Gestorben wird wohl allein.
Eine schlechte Diagnose hat Marvin Abel aus seinem erfolgreichen Leben gerissen. Nun lässt er ihn nicht mehr los, der Gedanke an den Tod, den er bisher so erfolgreich verdrängte. Wäre er doch niemals wegen dieser Kopfschmerzen zum Arzt gegangen, dann hätte sein Leben so rosarot weitergehen können. Oder?
Bepackt mit neuer Unterwäsche und einer viel zu prall gefüllten Reisetasche, begibt er sich ins Krankenhaus, um sein Leben zu retten. Auf seinem Zimmer knipst er als Erstes ein Handyfoto von dem Schnarchsack im Nebenbett – und eins von sich selbst, zur Erinnerung an seine noch immer dichte Haarpracht vor der Chemotherapie.
Marvin will kämpfen. Schließlich hat er das Leben fest im Griff und bisher noch keinen Kampf verloren. Bald steht der erste Besucher vor Marvins Bett: Basti, sein kleiner Bruder. Der bringt nicht nur einen Supermarkt-Blumenstrauß mit, sondern auch eine schockierende Bitte. Und er bleibt nicht der Einzige, der Marvin haarsträubende Überraschungen bereitet. Marvin traut seinem eigenen Leben nicht mehr – und möglicherweise ist er auch neidisch auf die Enten im Park.
Wo ist seine heile Welt geblieben? War es am Ende nichts weiter als ein Traum von Gestern und Morgen? Und wie, verdammt noch mal, lässt man das los?

Meine Meinung:
Ja, wie soll ich anfangen? Ich weiß es gar nicht so genau, wie ich diesem Buch gerecht werden könnte.
Ich kann jetzt nach dem Lesen sagen, dass es mich sehr berührt hat, mich bis heute noch nicht ganz losgelassen hat und ich mich immer wieder dabei erwische, doch nochmal an Marvin zu denken…
Aber beginnen wir von vorne:

Wie im Klappentext schon bekannt ist, ist Marvin ein Mann, der früh an einem tödlichen Gehirntumor erkrankt. Als Leser begleiten wir ihn in seinen letzten Monaten und lauschen seinen Gedanken und tiefen Gefühlen. Gedanken, die so unterschiedlich und höchst emotional sind. Denn wer kann es Marvin übel nehmen, dass er an seiner Krankheit zweifelt, sogar an eine Verschwörung gegen ihn glaubt, weil er einfach so jung nicht sterben möchte?! 

Er zeitweilig resigniert ist und das Ende kommen sieht aber sich auch immer wieder auf die Beine kämpft, obwohl ihn so viele Rückschläge in der Zeit quälen. 
Und ich habe  nicht nur einmal mit ihm mitgelitten, seinen Schmerz fast selbst körperlich gespürt und den Verlust und die Wahrheit über seine Freunde nah an mich heran gelassen. Denn in den letzten Stunden des Lebens wird ihm plötzlich so viel mehr bewusst. Sein Gespür für seine Umgebung und das Leben wird langsam immer intensiver und die eigene schnelle Vergänglichkeit tauchte immer wieder in meinem Kopf auf.

Es ist eine wirklich sehr eindringliche Geschichte, die sich in kurzen Kapiteln unterteilt und alle Facetten, die teilweise so schonungslos ehrlich sind, wiederspiegelt.

Der Schluss dieses Buches ist wie der Anfang. Er entspringt mitten in einer Handlung und endet dort auch wieder. Er endet so, dass die Autorin es geschafft hat, mich auch noch im Nachhinein mit Marvin und seinem Leben auseinander zu setzen, was tragischer endete, als ich je gedacht hätte.

Mein Fazit:
Ein hoch emotionales Buch über die letzten Monate eines noch so jungen Mannes. Ein Buch, welches den Leser in seinen Emotionen fesselt und erst an der letzten Seite wieder entlässt.
Eine Geschichte die nachhallt...




Von mir gibt es: 5 von 5 Pfoten

Ich danke dem Luzifer Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares


Bild und Klappentext: (c) Luzifer-Verlag  Quelle
Icon Paw (c) The IconBlock Ltd. Quelle

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